Wir springen auf neue Züge auf

Seit Juli 2016 bietet myTime.de paydirekt als Zahlungsmethode an. Die Tochter der Unternehmensgruppe Bünting ist ein Pionier in Sachen Online-Lebensmittelhandel. Über den Lebensmittelverkauf im Internet, den optimale Zahlungsmix und die Herausforderungen bei der Lieferung von frischen und tiefgekühlten Lebensmittel haben wir uns mit Michael Vögel (Leiter Online Marketing) gesprochen.

 paydirekt-interview-mytime-Michael Vogel_CMO

Herr Vögel, wie ist die Geschichte von myTime.de? Wie kommt es, dass ein Nicht-Supermarkt Lebensmittel ausliefert?
Wir sind Teil der Bünting-Unternehmensgruppe, die aus dem Geschäft des klassischen Lebensmittel-Einzelhandels kommt. Unsere bekannten Marken sind FamilaCOMBI und MARKANT.

2011 haben wir die Weichen in Richtung Digitalisierung gestellt. Damals haben wir uns überlegt, dass der E-Food Bereich, also die Online-Bestellung von Lebensmitteln, ein spannendes Thema ist und auch in den nächsten Jahren ein wesentlicher Bestandteil im deutschen Lebensmittelhandel sein wird.

Und bereits 2012, knapp 11 Monate später, waren wir in der Lage, das erste Paket an den ersten Endkunden auszuliefern. Dass es durchaus die richtige Entscheidung war, so früh zu starten, sieht man auch an der Anzahl unserer Bestandskunden  Und an dem Fakt, dass mittlerweile bereits 38% der Deutschen mindestens einmal Lebensmittel im Internet bestellt haben – mit steigender Tendenz. Die Entscheidung, bereits 2011 zu starten, war also durchaus richtig.

Waren Sie von Anfang an dabei?
Ich bin Ende 2011 damals noch als Online Marketing Manager zur Bünting Unternehmensgruppe gekommen. In dieser Funktion und später als Leiter Digital Marketing habe ich das Projekt myTime.de von Anfang an praktisch mitentwickelt, betreut, forciert.

Haben Sie das Projekt vorher validiert und getestet?
Wir sind ins kalte Wasser gesprungen. Otto hatte bereits im Jahr 2000 versucht, Lebensmittel online zu verschicken – und ist gescheitert.

Zwischendurch gab es immer mal wieder vereinzelte Versuche, wie beispielsweise Supermarkt.de, die aber relativ schnell wieder vom Markt verschwunden waren.

Das europäische Ausland war da schon deutlich weiter. Beispielsweise in der Schweiz oder in Großbritannien wird ein großer Teil des Lebensmittel-Handels online getätigt. Man könnte nun davon ausgehen wenn es dort funktioniert, wird es bei uns auch funktionieren.

Aber man darf nie vergessen, dass die Supermarkt-Dichte nirgends in Europa so hoch ist, wie in Deutschland. Statistisch gesehen braucht jeder Deutsche nur ein paar Minuten Fahrzeit zum nächsten Supermarkt. Das war und ist die größte Herausforderung: Wie überzeuge ich diese Kunden, zukünftig Lebensmittel online zu bestellen?

Wie viele Kunden haben Sie aktuell? Wie sind Sie gewachsen und welche Milestones haben Sie bisher erreicht?
Seit Bestehen von myTime haben wir schon an über 200.000 Kunden Lebensmittel verschickt. Darauf sind wir stolz. Zumal ein großer Teil davon Stammkunden geworden sind.

paydirekt-interview-mytime-gebäude_buenting

Warum haben Sie sich für paydirekt entschieden? Welche Vorteile hat es aus Ihrer Sicht?
Wir sind damals in den Genuss gekommen, das Projekt als Pilotkunde mit begleiten zu dürfen. Was uns von Anfang an überzeugt hat, waren die hohen Sicherheitsvorschriften bei paydirekt: beispielsweise dass die Server in Deutschland stehen, dass man im Background den Verbund der deutschen Banken und Sparkassen hat. All das bedeutet natürlich gerade beim Kunden einen „Trust Vorteil“. 100% Made in Germany − das ist ein wichtiger Punkt, der uns überzeugt hat.

Außerdem wollen wir dem Kunden ein großes Spektrum an Zahlungsarten bieten. Und da sind wir natürlich auch bestrebt, neue Möglichkeiten auszuprobieren und auf neue Züge aufzuspringen.

Wie haben Sie den Integrations-Prozess von paydirekt wahrgenommen?
Durchweg reibungslos. Die Schnittstellenbeschreibungen waren sehr strukturiert und intuitiv verwendbar. Dokumentationen, die wir an die Hand bekommen haben, waren super verständlich. Daher haben wir auf den Integrations-Spezialisten, den uns paydirekt angeboten hat, verzichten können.

Wie sieht der optimale payment-Mix aus Ihrer Sicht aus?
Wir versuchen, möglichst alle Kundenwünsche zu erfüllen. Jedoch nicht jede Zahlungsart eignet sich für jede Branche. Aus unserer Sicht wäre Vorkasse ohne Gebühren das Traumszenario – aber wir wollen und sollen die Bedürfnisse unserer Kunden erfüllen.

Außerdem überprüfen wir den Checkout-Prozess und analysieren, wo der Kunde abbricht. Wir wollen möglichst vielen Kunden mit den Zahlungsarten so bedienen, dass sie am Ende auch die Bestellung tätigen. Letztendlich bestimmt der Kunde den optimalen Zahlungsmix.

Und wie holen Sie die Meinung des Kunden ein?
Natürlich schauen wir uns Studien und den Wettbewerb an. Aber noch wichtiger sind Umfragen bei Bestandskunden und Feedback aus unserem Customer Service.

Lesen Sie im zweiten Teil, wie myTime.de frische Lebensmittel in ganz Deutschland verschickt.
Möchten auch Sie Ihren Kunden sichere Zahlung mit paydirekt anbieten? So funktioniert es.