Smart City-Vorreiter Magdeburg: Bürger zahlen mit paydirekt

Durch technische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Innovationen sollen Städte unter anderem effizienter und technologisch fortschrittlicher werden und so auch die Lebensqualität für Bürgerinnen und Bürger steigern. Die Landeshauptstadt Magdeburg gilt laut Branchenverband Bitkom e.V. bereits seit 2017 als Vorreiterin unter den Smart Cities in Deutschland. „Smart City bedeutet für uns vor allem eine Erleichterung für unsere Bürgerinnen und Bürger“, erläutert Annette Behrendt, Leiterin des Fachbereiches Finanzservice der Landeshauptstadt Magdeburg, den Ansatz. „Wir wollen ihnen den Kontakt mit unseren Einrichtungen vereinfachen und Wege für Behördengänge ersparen.“

Seit Ende 2016 können die Magdeburgerinnen und Magdeburger über das Urkundenportal der Landeshauptstadt Geburts-, Sterbe- und Personenstandsurkunden online beantragen. Im selben Jahr wurden auch Online-Payments eingeführt. „Online-Zahlungen gehören bei einer Smart City einfach dazu“, sagt Behrendt. „Für unsere Bürgerinnen und Bürger soll alles schnell gehen und schnell erledigt werden können – ohne analoge Schritte.“ Zu den Bezahlverfahren der ersten Stunde zählt paydirekt. „Wir haben uns vor Einführung der Online-Payments mit unserem Ansprechpartner bei der Stadtsparkasse in Verbindung gesetzt, der uns auch paydirekt vorgeschlagen hat. Wir waren direkt überzeugt, unter anderem weil es wesentlich günstiger ist als andere Bezahlverfahren“, so Behrendt. Zahlungsgarantien waren ein weiteres gewichtiges Argument für paydirekt: „Unsere Bürgerinnen und Bürger zahlen online zwischen 2,45 und 40 Euro. Gerade bei diesen Kleinstbeträgen wollen wir aufwändige Mahnverfahren vermeiden.“ Darüber hinaus begünstigten die hohen Datenschutzstandards und dass Daten ausschließlich auf deutschen Servern gespeichert werden, die Entscheidung, paydirekt im Payment-Mix aufzunehmen. Zum Schutz der persönlichen Daten musste der Fachbereich sicherstellen, dass keine Bankdaten verarbeitet werden. Diese werden bei paydirekt jedoch gar nicht erst übermittelt, sondern bleiben in der sicheren Umgebung der Banken und Sparkassen. „Beim Datenschutz ist paydirekt vielen anderen Varianten vorzuziehen“, ergänzt Behrendt.

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Dank direktem Ansprechpartner, laut Behrendt „nicht bei allen Zahlmethoden selbstverständlich“, ließ sich die Anbindung an paydirekt in einem simplen Prozess realisieren. Dass sich das Online-Bezahlverfahren in notwendige Prüfroutinen einfügt und diese unterstützt, war eine weitere wichtige Anforderung. Denn bei einem Bestellvorgang sind gleich mehrere Stellen eingebunden – neben dem Standesamt zum Beispiel als der zuständigen Behörde auch die kommunalen Finanzservices für den Bezahlvorgang. Mit paydirekt können Zahlungen dank eindeutiger Transaktionsreferenz automatisiert den entsprechenden Kostenstellen zugeordnet werden.

In den vergangenen drei Jahren haben sich die Nutzung des Urkundenportals der Landeshauptstadt Magdeburg und der Umfang der Online-Zahlungen verdreifacht. Gleichzeitig wurden die kommunalen Online-Angebote um Hundesteuer-Ersatzmarken und Unbedenklichkeitsbescheinigungen erweitert. „paydirekt wird bei allen Services mitbedacht und automatisch als Bezahlverfahren angeboten“, so Behrendt. Aus Sicht der Fachbereichsverantwortlichen werden allerdings noch lange nicht genug Dienstleistungen online angeboten. „Wenn man einmal angefangen hat, Prozesse zu digitalisieren, möchte man ganz schnell ganz viel mehr“, lacht Behrendt. „Digitale, papierlose Abläufe ohne Systembrüche erleichtern letztendlich auch uns die Arbeit. Ein Traum wäre ein Warenkorb für unsere Bürgerinnen und Bürger.“ Die Chancen, das zu realisieren, stehen gut. Das Onlinezugangsgesetz verpflichtet Bund und Länder, bis spätestens 2022 ihre Verwaltungsleistungen über digitale Portale anzubieten. Magdeburg hat längst schon mit der Entwicklung digitaler Lösungen begonnen. „Es ist ein gesamtstädtisches Ziel, sich digital weiterzuentwickeln. Hier waren wir schon immer Vorreiter“, sagt Annette Behrendt.