ibi-Gesamtkostenstudie 2019: paydirekt günstigstes Zahlverfahren

Das Forschunginstitut ibi research hat in einer umfangreichen Studie die Kosten von Zahlverfahren im deutschen Online-Handel unter die Lupe genommen. Das Ergebnis der Analyse von ibi research: Betrachtet man die Gesamtkosten, ist paydirekt in der Auswertung das günstigste Verfahren! Wir sprachen mit Holger Seidenschwarz, Studienleiter bei ibi research, zu den zentralen Ergebnissen der Studie, der Bandbreite indirekter Kosten und dem Abschneiden von paydirekt.

Herr Seidenschwarz, Sie haben die Kosten von Zahlungsverfahren im deutschen E-Commerce untersucht. Was sind die wichtigsten Ergebnisse?
Zahlreiche Faktoren spielen für Händler beim Einsatz eines Zahlungsverfahrens eine Rolle: von der Kundenakzeptanz über Sicherheit bis hin zu den Kosten. Die Ausgangsthese unserer Studie war, dass es neben den direkten Kosten von Zahlungs- verfahren, die Online-Händlern entstehen, eine ganze Reihe weiterer indirekter Kostenfaktoren gibt. Diese Faktoren haben wir zunächst auf Basis eines Referenz-Bestellprozesses identifiziert und ein Kostentreibermodell entwickelt, das als Grundlage einer breit angelegten Befragung unter Online-Händlern diente. Grundlage unserer Berechnungen sind also direkt bei Händlern erhobene Daten.
Ein zentrales Ergebnis der Studie ist, dass Online-Händler diese indirekten Kosten sehr häufig nicht im Blick haben, wenn sie über den Einsatz von Zahlungsverfahren entscheiden. Dies zeigt sich zum Beispiel darin, dass die Einschätzung der Händler über die Höhe der Kosten von Zahlungsverfahren merklich mit den direkten Kosten übereinstimmt. Das kann zu einer falschen Bewertung der tatsächlichen Kostensituation führen: bei der Rechnung etwa betragen die indirekten mehr als das Vierfache der direkten Kosten.

Was wären Beispiele für die von Ihnen genannten indirekten Kostenfaktoren?
Hier gibt es eine Vielzahl von Faktoren, die vor und nach dem Kauf die Gesamtkosten der Zahlungsverfahren beeinflussen. Dazu zählen zunächst Kosten des Risikomanagements, also etwa für Bonitätsprüfungen, Adressverifizierungen oder die Prüfung typischer Betrugsmuster.
Ein weiterer Aspekt sind verzögerte Zahlungseingänge. Forderungen müssen vom Händler zwischenfinanziert werden und verursachen ein höheres Working Capital. Die Zahlung kann auch nicht in voller Höhe eingehen, es kann also eine Zahlungsstörung vorliegen. Hier setzen die Händler Mahn- oder Inkassomaßnahmen in Gang, die Prozesskosten verursachen. Fällt die Zahlung endgültig aus, ist auch der Ausfall zu berücksichtigen.

Übersichtsdiagramm Gesamtkosten Bezahlverfahren

Uns interessiert natürlich das Abschneiden von paydirekt. Wie ordnen Sie das Ergebnis ein?
Im Vergleich zu anderen Zahlverfahren haben die indirekten Kostenfaktoren bei paydirekt mit 26 Prozent den geringsten Anteil an den Gesamtkosten. Im sogenannten Basisfall der Studie, der den ‚Durchschnitts-Händler‘ der Umfrageteilnehmer darstellt, schnitt paydirekt daher am besten ab. Das liegt wohl hauptsächlich an der Art und Weise, wie das Verfahren abgewickelt wird: durch die Zahlungsgarantie fallen zum Beispiel die Kosten für Risiko- und Debitorenmanagement relativ gering aus.
Insofern sehen wir hier entsprechendes Potential für Sie, denn erst 18 Prozent der Händler unserer Befragung hatten paydirekt im Einsatz. Interessant ist auch, aus welchen Gründen Händler paydirekt nicht einsetzten: 33 Prozent haben sich zum Beispiel mit dem Verfahren noch nicht auseinandergesetzt. Die Ergebnisse unserer Studie können daher sicher auch als Anreiz dienen, Händlern die Vorteile von paydirekt nahe zu bringen.

Vielen Dank! Die vollständige Studie steht hier kostenlos zum Download zur Verfügung.