Green IT: paydirekt setzt auf energieeffizientes Rechenzentrum

Nachhaltiges Wirtschaften und die bewusste Reduktion von CO2-Emissionen rücken zunehmend auf die Agenda von Unternehmen und Privathaushalten. Während Flugreisen, Plastikabfälle und bewusster Konsum im Mittelpunkt stehen, taucht das Thema „Green IT“ eher selten im Kontext nachhaltigen Handelns auf.

Und das, obwohl ein weltweiter Datenaustausch nur möglich ist, weil in Rechenzentren Server rund um die Uhr arbeiten. Durch den entsprechenden Stromverbrauch fallen große Mengen CO2 an. Global emittieren alle IT-Geräte und -Anwendungen 800 Millionen Tonnen Kohlenstoffdioxid pro Jahr. Zum Vergleich: 2018 verursachten kommerzielle Flugreisen weltweit 918 Millionen Tonnen. „Nachhaltigkeit ist deswegen auch für paydirekt als Online-Payment ein wichtiges Thema und gehört zu unserer Unternehmensphilosophie“, so Dr. Helmut Wißmann, Geschäftsführer bei paydirekt und Verantwortlicher für das Ressort Marktfolge. „Mit der noris network AG haben wir uns bewusst für einen Betreiber der paydirekt-Rechenzentren entschieden, der das Energieaufkommen effizient und mit geringem Rohstoffeinsatz gestaltet und kontinuierlich reduziert.“

Gemeinsam mit anderen Mitgliedern der „Allianz zur Stärkung digitaler Infrastrukturen in Deutschland“ (siehe https://digitale-infrastrukturen.net/) rief noris network in diesem Jahr die Initiative zur freiwilligen Selbstverpflichtung von Rechenzentren (www.climateneutraldatacentre.net) ins Leben. Als Bestandteil des Climate Neutral Data Centre Pact, einer Selbstregulierungsinitiative, hat sie die Klimaneutralität von Rechenzentren in Europa zum Ziel. Entwickelt wurde die Initiative in Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission. Damit unterstützt noris network aktiv die Klimaziele des European Green Deal 2030, der vorsieht, die Netto-Emissionen von Treibhausgasen in der EU bis 2050 auf null zu reduzieren.

Für die Energieversorgung setzt noris auf regenerative Energien wie Solar, Wind und Biogase. Elektrische Energie wird innerhalb der Rechenzentren in Wärme umgewandelt. Um eine Überhitzung der Server zu verhindern, wird die warme Luft in der Regel nicht genutzt, sondern als Abfallprodukt entfernt. Über das Konzept „Cloud on Top“ verwendet noris die sonst ungenutzte Warmluft zur Kühlung spezieller Cloud-Hardware, die auf wärmere Umgebungsbedingungen ausgelegt ist. Durch ein modernes Kühlsystem erreicht das Unternehmen außerdem einen bis zu 70 % geringeren Energieverbrauch bei Kühlung und Betrieb.

Auch bei neuer Hardware setzt noris network auf das Prinzip der Ressourcenschonung. Dementsprechend arbeitet das Unternehmen mit Lieferanten zusammen, für die das Thema „Green IT“ einen hohen Stellenwert hat. Dazu gehört unter anderen DELL, die in diesem Bereich bereits seit 2008 eine Vorreiterstellung einnehmen. Daneben sorgt noris network bei der Entsorgung von Altgeräten für einen hohen Wiederverwertungsgrad. Defekte Datenspeichersysteme, Festplatten und weitere Hardware werden mit einem Shredder in kleinste Bestandteile zerlegt, die Rohstoffe wie seltene Erden oder Metalle wiederverwerten zu können.

Mit dieser großen Bandbreite an Einsparungen wird die Energieeffizienz enorm gesteigert. Das nachhaltige und umweltbewusste Unternehmenskonzept von noris wird seit 2017 regelmäßig von der DEKRA geprüft und zertifiziert. Die Zertifizierung nach ISO 14001: 2015, die weltweit bedeutendste Vorgabe in Bezug auf Nachhaltigkeit, zeichnet das Umweltmanagement des Unternehmens aus.

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