„Mit paydirekt können wir Sicherheit und Convenience optimal zusammenbringen“

Seit November dieses Jahres bietet OTTO paydirekt als Bezahlverfahren an. Das Unternehmen zählt zu den erfolgreichsten eCommerce-Unternehmen in Europa und ist Deutschlands größter Onlinehändler für Mode und Lifestyle. Im Interview erklärt uns Marc Opelt, Bereichsvorstand Marketing und Sprecher der OTTO Einzelgesellschaft, was er sich von der Implementierung von paydirekt bei otto.de erhofft. Und wir sprechen über die zukünftigen Entwicklungen und Herausforderungen im eCommerce.

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Marc Opelt,OTTO-Bereichsvorstand Marketing

Herr Opelt, wie will sich die OTTO-Einzelgesellschaft in der Zukunft aufstellen, wie will Ihr Unternehmen weiter am eCommerce-Boom partizipieren?

In Zukunft werden wir uns als Partner – noch deutlich stärker als heute – für Marken und andere Händler öffnen, die ihre Sortimente aus allen Lebensbereichen auf otto.de anbieten können. OTTO stellt dafür die Infrastruktur, Technologien, Services sowie den Zugang zum Onlineshop mit durchschnittlich fast zwei Millionen Klicks pro Tag zur Verfügung. Die kooperierenden Marken und Händler können ihre Produkte sowie Sortimente auf unsere Plattform und damit ins digitale Schaufenster von über sechs Millionen aktiven Onlinekunden stellen. Derzeit präsentieren wir bereits über 2,1 Millionen Artikelpositionen von mehr als 6.000 Marken auf otto.de und werden dieses Angebot mittelfristig vervielfachen.

Warum hat sich OTTO für paydirekt entschieden?

Große Shops mit breiter Zielgruppe sollten heute verschiedene Bezahlvarianten offerieren können, wobei „viel hilft viel“ nicht unbedingt gilt. Händler sind vielmehr gut beraten grundsätzlich Zahlarten anzubieten, die zu ihren Kunden passen. Auch OTTO hat einen hohen Stammkundenanteil, der klassische Bezahlverfahren sowie den Kauf auf Rechnung oder die Ratenzahlung nach wie vor stark frequentiert. 

Zusammen mit dem Marktforschungsunternehmen Kantar TNS haben wir eine repräsentative Umfrage zum Onlineshoppingverhalten in Deutschland durchgeführt. Sie belegt, dass Sicherheit und Datenschutz zu den wichtigsten Aspekten für die Auswahl des Bezahlverfahrens im E-Commerce zählen. Frauen schätzen den ‚Kauf auf Rechnung‘ insbesondere, weil er Sicherheit bietet – Männer bevorzugen dagegen häufiger elektronische Varianten, nicht zuletzt aufgrund der gebotenen Convenience. In paydirekt sehen wir daher das Potenzial, Sicherheit und Convenience optimal zusammenzubringen.

Spielte das kommende Weihnachtsgeschäft für die schnelle Integration von paydirekt eine Rolle?

Das ist sicher ein angenehmer Nebeneffekt, schließlich können unsere Kunden - wenn gewünscht - nun ihre Weihnachtseinkäufe auf otto.de ab sofort auch mit wenigen Klicks direkt von ihrem Girokonto bezahlen. Wichtiger war es uns aber, zeitnah und damit bereits im traditionell extrem umsatzstarken vierten Quartal eine innovative sowie mit höchsten Sicherheitsstandards versehene Bezahlvariante anbieten zu können. Für den deutschen eCommerce ist es auf jeden Fall gut, wenn sich mit paydirekt ein weiterer seriöser Anbieter zusätzlich im Markt etabliert.

Welche relevanten Entwicklungen sehen Sie in den kommenden Jahren im eCommerce?

Bei der Finanzierung oder Bezahlung von Online-Einkäufen wird sicher die stetige Optimierung der Betrugsprävention beispielsweise durch den Einsatz von Device Fingerprinting ein wichtiges Thema bleiben. Fachlich bin ich jedoch stärker im Marketing zu Hause. Und da ist Conversational Commerce, also die Kundeninteraktion mit Hilfe künstlicher sowie häufig sprachgesteuerter Intelligenz über mobile Messenger-Dienste einer der interessantesten digitalen Trends. Die Verbraucher können sich dabei sicherlich auf ein stetig wachsendes, bequem über das Smartphone abrufbares „on demand“-Angebot an individualisierten Dienstleistungen freuen. Klar ist, dass ein Online-Bezahldienstleister wie paydirekt diesen Trend durch entsprechend smarte Features sehr gut unterstützen kann. Eine spannende Entwicklung, auf die ich mich freue.